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Pressearbeit
Zeitungsartikel
Oase in schnelllerbíger Zeit
Oase in schnelllerbíger Zeit
Quelle: Neue Westfälische, 11.05.2009, Autor: Karin Prignitz
Oerlinghausen. Ein FreikörperkulturSport und Freizeitgelände in der Wistinghauser Senne. "Wie kommst Du da bloß hin?", hatte sich Detlef Helling im Vorfeld seines GratulationsBesuches gefragt. Der Bielefelder Bürgermeister ließ sich sicherheitshalber kutschieren und musste feststellen, dass andere den Weg sehr wohl kannten: "Ich habe hier so viele Bekannte getroffen, die ich hier gar nicht vermutet hätte."
Helling war gekommen, um der FamilienSportGemeinschaft (FSG) Bielefeld auf ihrem Vereinsgelände in Oerlinghausen alles Gute zum 75Jährigen Bestehen (die NW berichtete) zu wünschen. Was sich auf dem umzäunten Areal im Wald befinde, mache neugierig, meinte Helling und sprach wohl auch für viele andere, die schon einmal versucht haben, einen Blick zu erhaschen. So wie er als Kind. "Aber die Löcher im Zaun", stellte der Bielefelder Bürgermeister klar, "sind nicht von mir." Wie auch die anderen Festredner lobte Helling die Erfolgsgeschichte und die Philosophie der FSG. "Bei Ihnen steht nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund, sondern der Breitensport." Auch werde nicht auf die Herkunft geschielt. Wo Fernsehen und Fertigkost das Leben immer mehr bestimmten, stelle der Verein die Gemeinschaft in den Vordergrund. "Wir sind stolz, dass sie ihr Domizil hier in Oerlinghausen gefunden haben", sagte Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort, die die landschaftlichen Vorzüge der Stadt mit einem Anteil von 15 Quadratkilometern Wald pries. Michael Kunzmann, der 1. Vorsitzende der FSG, bestätigte: "Unser Gelände liegt inmitten einer Idylle am südlichen Rand des Teutoburger Waldes." Familie und Sport würden hier zusammengeführt, "natürlich und ungezwungen". Die Gemeinschaft sei ein "Bindeglied, das Wert darauflegt, Jung und Alt zusammenzuführen und sich in der Natur zu treffen".
Astrid Benker, Vizepräsidentin des Stadtsportbundes Bielefeld, formulierte das Erfolgsrezept so: "Teilhabe ist wichtiger als Auslese, Gesundheit wichtiger als Leistung und Gemeinschaft wichtiger als Konkurrenz." Viele Menschen hätten auf diese Weise eine soziale Heimat gefunden und brächten sich mit Herz und Kompetenz ins Vereinsleben ein. Das Gelände mit seinen vielfältigen Sport und Erholungsangeboten sei "eine Ruhe und Rückzugsoase in schnelllebiger Zeit", meinte Christa Griwodz vom Westfälischen Turnerbund. Mit viel Engagement hätten die Verantwortlichen den Verein dorthin geführt, wo er heute stehe.
Voll des Lobes war auch Kurt Fischer vom Deutschen Verband für Freikörperkultur (D FK). 45.000 deutsche Naturisten gehörten der Gemeinschaft an, nannte Fischer eine aktuelle Zahl und verwies zudem auf "eine steigende und zufriedene Mitgliederentwicklung". Voller' Stolz war auch der nordrheinwestfälische FSG Präsident Günther Hedderich nach Oerlinghausen gekommen.
"Die FSG Bielefeld ist früher wie heute ein Garant für eine ausgezeichnete Sport und Jugendarbeit." Hedderich regte an, den Vereinsnamen um seinen Standort zu erweitern und in FSG BielefeldOerlinghausen zu ändern. Bei sonnigem Wetter hatten Besucher am Festwochenende ausgiebig Gelegenheit, sich auf dem Gelände umzuschauen, Bilder und Videos zu gucken, zu feiern oder sich sportlich zu betätigen.
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